

Lieber Herr Idelberger,
4 Wochen seit unserem Hochzeitstag sind bereits vergangen und es fällt uns jeden Tag ein neues Detail ein, dass wir am 16.12.09 vor lauter “Reizüberflutung” nicht richtig mitbekommen haben… Daher ist erst jetzt der richtig Zeitpunkt gekommen um unseren Bericht hier einzustellen. An allererster Stelle nochmals ein riesiges Dankeschön für Ihre “Absolutsorglosrundumbetreuung”. Egal wie viele Fragen auch auftauchten, Sie hatten ( und haben es noch ) immer ein offenes Ohr und alles konnte schnell und problemlos geklärt werden. Daher hatten wir eigentlich auch gar keine Zweifel, dass irgendetwas nicht klappen könnte ( bis auf eine Kleinigkeit. )
Unser Aufenthalt war von Montag, 14.12. - Freitag 18.12.09 was sich absolut als Vorteil erwiesen hat. Am Anreisetag konnten wir nach Landung in Edinburgh in aller Ruhe unseren Mietwagen abholen und uns sehr, sehr, sehr langsam auf der falschen Straßenseite auf den Weg zu unserem Hotel Letterfinlay Lodge in Invergarry machen. Im Hotel angekommen lernten wir Jamie kennen, der uns herzlich begrüßte und uns mitteilte, dass er erst morgen mit uns gerechnet hatte. Daher waren unsere Zimmer belegt, aber das stellte kein Problem dar, wir bekamen für eine Nacht hübsche Ersatzzimmer und wurden mit unseren Trauzeugen am Abend komplett zum Essen ( incl. Getränken ) eingeladen als Entschuldigung. Erwähnen muss man hier auf jeden Fall, dass das Essen wirklich super ist, selbst für den doch eher verwöhnten deutschen Gaumen ein Glücksfall. Ebenfalls wurde unser gesamtes Gepäck am nächsten Tag in unsere eigentlich gebuchten Zimmer ( wirklich superschön ) umgeräumt, wir brauchten keinen Finger zu rühren.
Am folgenden Tag hatten wir genügend Zeit uns “unser” Castle in Ruhe anzuschauen. Hätten wir es an unserem Trauungstag das erste Mal gesehen, hätte es in Dornie wahrscheinlich trotz Ebbe Hochwasser gegeben. Es haut einen wirklich um, egal ob die Sonne scheint oder es regnet, der Anblick ist unbeschreiblich ! Weiter ging es nach Kyle of Lochalsh. Dort haben wir uns mit unserer Zelebrantin Sonja Eckl-Riehl getroffen um den Ablauf der keltischen Trauungszeremonie zu besprechen. Wir kannten Sonja bisher lediglich aus unserem E-Mailkontakt und fanden hier die Vermutung bestätigt, dass Sie ein wirklich liebenswerter Mensch ist. Sie hat uns mit Ihrer ruhigen Art jegliche Anspannung genommen, auch am Tag der Trauung. Toll ist natürlich auch, dass man mit sich mit ihr in Deutsch unterhalten kann und wir uns das erste mal nicht alle ansahen, bei der Frage wer denn die Getränke bestellt…
16.12.09 D-Day haben wir immer gesagt… Alles lief rund, der Limousinenservice hat geklappt, wir hatten den Ablauf des Tages geplant und die Zeremonie im Kopf. Allerdings auf dem Brautkopf tat sich nichts… Die Friseurin hatte den Termin sausen lassen ( obwohl alles bestätigt war - also kein Verschulden von Honeymoon Highlights ! ) und es machte sich leichte Panik breit. Daher an dieser Stelle der gute Tipp an evtl. folgende Damen: Entweder vor Ort direkt einen Friseursalon suchen und selbst hinfahren oder am allerbesten, wenn möglich, selbst frisieren ( oder vielleicht jemanden mitnehmen der das kann ) Letztendlich rückte die Dame nach ca. 1,5 Std. Verspätung ( und 2 Aspirin für die Braut ) an und alles wurde gut. Unsere Autos waren top, wir fuhren stilecht in verschiedenen Wagen zum Castle ( ein schwarzer Ford Mondeo und ein silberner Jaguar ) Der Fahrer des Jaguars trug sogar eine Kappe und Handschuhe, das Auto war geschmückt. Am Castle angekommen wurden wir bereits von unserem Fotografen Andy, sowie Wendy ( gehört zu Eilean Donan Castle) empfangen. Der Brautstrauß ( sehr, sehr schön ) war pünktlich geliefert und wir hatten anschließend eine wundervolle Trauungszeremonie mit Sonja, die mit Musik untermalt wurde. Die Stimmung war sehr feierlich, warm und herzlich, für uns einzigartig ! Anschließend konnten wir auf dem Castle direkt mit Sekt anstossen, ein Geschenk von Hr. Roland Becker, dafür an dieser Stelle vielen Dank ! Es war genügend Zeit Bilder zu machen, wir durften sogar ein ausgestelltes Schwert dafür nutzen ( keine Angst, es leben noch alle… ) Danach fuhren wir ins Hotel zurück und es erwartete uns dort ein festlich gedeckter Tisch in einem kleinen Nebenraum, vorbereitete Menukarten die wir mitnehmen durften, ein wirklich tolles Menu und eine weitere Flasche schottischen Champagners als Geschenk des Hotels, sehr lecker und wie wir fanden sehr nett.
Was zieht man anhand dieser Schilderungen für ein Fazit ?- Eigentlich logisch-> Es hat sich alles gelohnt, die vielen Überlegungen vorher, die superschöne und spannende Planungszeit, die netten neuen Bekanntschaften die man gemacht hat, sicherlich auch das Kribbeln im Bauch ob alles klappt, die “Pannen” über die wir mittlerweile schmunzeln können ! Schade, dass alles so schnell vorbei war.
Wir würden es auf jeden Fall wieder ganz genau so machen, ohne Wenn und Aber…
Liebe Grüße aus dem Westerwald von
Christine & Thomas